Märchen- & Geschichten-

Erzählerin












Meinereiner


Wie ich ans Märchen erzählen kam......


Ein großer Raum. In seiner Mitte ein großer,runder Tisch. Um diesen, genauso rund aufgestellt, die Sitzgelegenheiten. Dabei ein Sofa, welches so starke Federn inne hatte, dass es bei jeder Bewegung wippte....

Hier saß ich oft mit meiner Oma, die aus Märchenbüchern las. Arm in Arm. Kuschelnd. Opa, uns gegenüber, in seinen Mittagsschlaf vertieft.

So lernte ich die Wunderwelt der Märchen kennen. Doch als der Ernst des Lebens erschien und mich vieles lehrte, verschwand die Wunderwelt mit all ihrer Faszination.

Viele Jahre zogen ins Land, ich war selbst Mutter, da lernte ich eine Erzählerin kennen und die Märchen hatten mich wieder.

So lernte ich vor einigen Jahren die professionelle Kunst des Erzählens.

Seit jener Zeit begegne ich den Märchen mit Ehre und Bewunderung und liebe jene Momente, in denen ich sie mit königlicher Haltung weitererzählen darf.

 

Kommen Sie doch mit auf eine faszinierende Reise ins Land der Märchen.

Kontakt:

Tel.: 02192 9372644

Mail: 8LORgp2VnrSClZWDx8ewl52I3pSV@nospam

Carmen Drees
Erzählerin 
Reinshagensbever 10
42499 Hückeswagen

Warum mir das Erzählen so wichtig ist.......


Ich könnte jetzt damit beginnen, Forschungsergebnisse aufzuzählen, zu erklären, was Märchen oder besser gesagt das Hören von Märchen, mit dem Zuhörer macht.... aber wäre das überzeugend?
Ich möchte Ihnen lieber ein kleines Beispiel aus meinen Erlebnissen als Erzählerin mitgeben:
Ich wurde in einen Kindergarten eingeladen. Thema meiner Erzählveranstaltung sollte „Abschied und Mut“ sein, denn die “ Großen“ verließen den Kindergarten und ein neuer Abschnitt sollte für sie beginnen. Mit der Buchung begann auch schon die Vorbereitung. Noch 3 Wochen, das war nicht viel....
Also begann ich passende Märchen zu suchen. Nach einigen Tagen stand dann das Programm und der Ablauf fest. Ich konnte an die Umsetzung gehen. Wie mache ich aus dem Text ein aktives Märchen?
Bald darauf war unser Esszimmer die Geburtsstätte eines ca. 60 cm großen „Ungetüms“. In der Geschichte dieses Ungetüms ging es um ein Mädchen, das dank einer Melodie ihre Angst überwindet und die Aufgabe des Königs erfüllen kann. Dadurch rettet sie die Dorfbewohner.....
Und dann war der Tag da. Alle “Großen“ reisten mit mir durch die Geschichtenwelt. Auch ins Dorf des Mädchens. Alle begleiteten sie mutig durch die Geschichte. Einer jedoch blieb abseits in der Turnhalle stehen, betrachtete uns eher aus der Ferne. Je mehr wir uns dem „Geheimnisvollen“ näherten, desto weiter entfernte er sich uns als Gruppe.
Dann kam die Stelle in der Geschichte, an der das Mädchen die Melodie lernte. Wir alle sangen die Melodie dann auch, in der Turnhalle, ganz laut. Auch Justus - Name geändert - das Kind in der Ferne. Je öfter wir die Melodie sangen, desto selbstsicherer wurden die kleinen Stimmchen und irgendwann hörte ich Justus ganz laut. Er stand neben mir. Seine Hand hatte meine Hand gesucht und er sang ohne Pause. Ab da war Justus ganz vorne mit dabei. Auch, als das „Geheimnisvolle“ aufgelöst wurde. Erst als die Geschichte zu Ende war verstummte auch Justus. Seine Augen leuchteten und sein Stolz war ihm deutlich anzusehen.


Eine Woche später war ich noch einmal in diesem Kindergarten. Einige Kinder waren draußen und spielten im Sandkasten. Im Gruppenraum stehend hörte ich eine mir sehr wohl bekannte Melodie. Genau. Sie vermuten richtig: Die aus dem Märchen.
Ich ging der Melodie nach und stand vor Justus. Der hockte im Sand, zwei Spielfiguren in der Hand. „Hallo Justus“,so sagte ich,“du singst ja unsere Zaubermelodie...?!“
„Hallo Märchenfrau, ja, das ist die Prinzessin, die hat Angst, aber gleich nicht mehr!“, und er sang weiter. Ich streichelte ihm kurz über den Schopf und wollte gerade wieder gehen, da sagte er:

“Der Trick ist voll cool!“



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